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Tiefkühlbranche rechnet weiter mit Wachstum
21.06.2000

(dti) Überwiegend positive Stimmung herrscht bei der deutschen Tiefkühlwirtschaft. Anläßlich der Tiefkühltagung in München kamen die gut 200 Branchenvertreter zu der Einschätzung, dass der Trend zur Tiefkühlkost in Deutschland anhalten werde.

Das Tiefkühlsortiment ist einer der wenigen Bereiche innerhalb der Ernährungswirtschaft mit kontinuierlichen Zuwachsraten. Nach Markterhebungen des Deutschen Tiefkühlinstitutes, Köln, stieg der Gesamtabsatz tiefgefrorener Produkte (ohne Rohgeflügel und Speiseeis) in den vergangenen zehn Jahren von 1989 bis 1999 um 112 Prozent auf über 2,184 Millionen Tonnen. Mit 26,6 Kilo verzehrten die Verbraucher in Deutschland zehn Kilo mehr Tiefkühlkost als 1989. Inklusive Rohgeflügel lag der Pro-Kopf-Verbrauch 1999 bei 30,6 Kilo. Der Umsatz stieg von 1989 bis 1999 um 140,6 Prozent auf 15,18 Milliarden Mark. Mengenmäßig zugelegt haben vor allem tiefkühlfrische Backwaren, Zubereitungen und Hauptspeisen, Pizzas und Baguettes sowie Rohfleischprodukte.
Die Privathaushalte kauften mit knapp 1,114 Millionen Tonnen mehr als doppelt soviel Tiefkühlkost als vor zehn Jahren. Der Lebensmittelhandel, einschließlich Heimdienste und Discounter, erwirtschaftete mit 8,73 Milliarden Mark knapp fünf Milliarden Mark mehr Umsatz als 1989. Auch die Profi-Köche in Restaurants, Kantinen und Heimen griffen verstärkt zu tiefgefrorenen Lebensmitteln. In den verschiedenen Segmenten des Außer-Haus-Marktes stieg das Mengenplus in zehn Jahren um knapp 125 Prozent und erreichte damit gut 1,071 Millionen Tonnen. Der Umsatz kletterte im selben Zeitraum um knapp 3,9 Milliarden Mark auf 6,45 Milliarden Mark.

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