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Erfinder der künstlichen Kälte
15.12.2000

(dti) Er gilt als Pionier der Kühltechnik. Carl von Linde, oberfränkischer Pastorensohn und Universitätsprofessor, präsentierte 1876 - also vor 125 Jahren - erstmals seine "Kälteerzeugungsmaschine" der Öffentlichkeit. Als Kältemittel verwendete er Ammoniak. Damit hielt die "künstliche" Kälte Einzug in Brauereien, Molkereien und Kühlhauser.
Heute funktioniert jedes Tiefkühlgerät - ob zu Hause oder im Lebensmittelhandel - auf der Grundidee des Physikers. Was damals als "bahnbrechend", so das Deutsche Museum in München, bezeichnet wurde, nutzen die Verbraucher heute ganz selbstverständlich. Kein Wunder, dass Anfang des 21. Jahrhunderts tiefgefrorene Produkte einen festen Platz auf der Einkaufsliste haben. Nach Schätzungen des Deutschen Tiefkühlinstitutes (dti), Köln, wird der Verbrauch von Tiefkühlkost in Deutschland noch steigen. Das dti rechnet damit, dass die Privathaushalte 2000 insgesamt 1,158 Millionen Tonnen tiefgefrorene Produkte im Lebensmittelhandel gekauft haben. Das wären mengenmäßig vier Prozent mehr als im Jahr zuvor.

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