Trendprodukt Tiefkühlpizza
09.09.2003
Ganz schön clever, die alten Römer: Von den Etruskern schauten sie sich die Technik ab, Teigfladen auf heißen Steinen nahe am Feuer zu backen. Von den Griechen lernten sie, den Teig erst zu belegen und anschließend zu backen. Die Italiener übernahmen dann das Beste dieser beiden Varianten und entwickelten den Vorläufer unserer heutigen
Pizza. Bis dahin war der Teigfladen eine eher trockene Angelegenheit. Dann kam die Tomate mit der Eroberung der Neuen Welt aus Südamerika nach Europa, hielt triumphierend Einzug in die italienische Küche und ist bis heute die Grundzutat jeder Pizza.
Im 21. Jahrhundert ist der mit vielfältigen Zutaten belegte Teigklassiker zum Weltprodukt aufgestiegen. Dabei erfreuen sich Pizzas aus der Tiefkühlung besonderer Beliebtheit. Nach Markterhebungen des
Deutschen Tiefkühlinstitutes (dti) verdoppelte sich der
Gesamtverbrauch von Tiefkühlpizzas in den letzten zehn Jahren und erreichte im Jahr 2002 insgesamt 177.163 Tonnen hierzulande. Der Löwenanteil ging mit 93,7 Prozent an die Privathaushalte. Diese kauften im Lebensmittelhandel, einschließlich Heimdienste und Discounter, 165.953 Tonnen Pizzas aus der Tiefkühlung in 2002. Das waren vier Prozent mehr als im Vorjahr. In die einzelnen Bereiche des Außer-Haus-Marktes wie Betriebsrestaurants, Mensen und Gastronomie wurden 11.210 Tonnen verkauft – ein Verbrauchsplus von 4,9 Prozent.
Das dti rechnet damit, dass Tiefkühlpizzas auch zukünftig voll im Trend liegen werden. „Das Angebot ist riesig, was die Teig- und Beleg-Varianten betrifft. Die Hersteller bieten Spitzenqualität für nahezu jeden
Geschmack und Anlass“, erläutert dti-Geschäftsführer Manfred Sassen den Nachfrageboom. Seine Empfehlung: „Wer es ganz individuell mag, kann seine Tiefkühlpizza zusätzlich mit eigenen Zutaten belegen.“
Absatz von Tiefkühlpizza von 1992 bis 2002
an Lebensmittelhandel (einschl. Heimdienste und Discounter) und Großverbraucher (Gastronomie, Kantinen, Anstalten etc.) in Deutschland (Angaben in Tonnen)
| Jahr |
Haushaltpackungen |
Großverbraucherpackungen |
Insgesamt |
| 1992 |
83.238 |
3.800 |
87.038 |
| 1993 |
97.900 |
3.875 |
101.775 |
| 1994 |
103.000 |
3.800 |
106.800 |
| 1995 |
103.200 |
3.900 |
107.100 |
| 1996 |
112.500 |
3.320 |
115.820 |
| 1997 |
124.929 |
8.400 |
133.329 |
| 1998 |
131.175 |
8.500 |
139.675 |
| 1999 |
135.110 |
9.350 |
144.460 |
| 2000 |
149.972 |
9.715 |
159.687 |
| 2001 |
159.571 |
10.690 |
170.261 |
| 2002 |
165.953 |
11.210 |
177.163 |
Quelle: Deutsches Tiefkühlinstitut e.V., Köln
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