Tiefkühlfisch schwimmt oben
07.09.2005
Nicht immer, aber immer öfter kommt
Fisch auf den Tisch. Kein Wunder, denn Fisch ist lecker, leicht und gesund. Dabei liegen die praktisch grätenfreien Fischangebote aus der Tiefkühlung voll im Trend. Mit insgesamt 262.600 Tonnen kletterte der
Gesamtverbrauch von Tiefkühlfisch 2004 in Deutschland um 9,1 Prozent, errechnete das
Deutsche Tiefkühlinstitut in Köln. Besonders starke Nachfrage herrschte bei naturbelassenen Fischfilets. Davon wurden insgesamt über 60.300 Tonnen verkauft. Das waren 11,8 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Fischgerichte wie Schlemmerfilets kamen auf ein Verbrauchsplus von 10,8 Prozent. Panierter Fisch legte mengenmäßig mit 9,5 Prozent zu.
Knapp 65 Prozent der verbrauchten Menge an Tiefkühlfisch gingen an die Privathaushalte. Das waren gut 170.000 Tonnen. Den höchsten Mengenanteil nahmen die nicht nur bei Kindern beliebten
Fischstäbchen mit über 43.700 Tonnen ein. An zweiter Position folgten die
tiefgekühlten Fischfilets in naturbelassener Form mit einem Verbrauch von über 39.200 Tonnen, dicht gefolgt von Fischgerichten.
Auch im
Außer-Haus-Markt legte Tiefkühlfisch mengenmäßig kräftig zu. Der Verbrauch lag in diesem Absatzkanal im Jahr 2004 bei knapp 93.500 Tonnen, was einem Plus von 10,1 Prozent entspricht. Der Renner bei den Tischgästen in Betriebsrestaurants, Hotellerie und Gastronomie war panierter Fisch mit einem Verbrauch von über 44.200 Tonnen.
Bezogen auf den gesamten Fischkonsum in Deutschland schwimmt Tiefkühlfisch seit Jahren ganz oben. Nach aktuellen Berechnungen des Fisch-Informationszentrums in Hamburg lag Tiefkühlfisch 2004 mit anteilig 33 Prozent auf Platz eins. An zweiter Stelle standen Fischkonserven und Marinaden mit 30 Prozent, gefolgt von Krebs- und Weichtieren mit 12 Prozent. Frischfisch kam lediglich auf einen Anteil von 9 Prozent.
Absatz Tiefkühlfisch 2004 in Deutschland an Lebensmittelhandel (einschließlich Heimdienste und Discounter) und Großverbraucher (Gastronomie, Kantinen, Anstalten etc.)
| Gesamtabsatz |
2003 (in Tonnen) |
2004 (in Tonnen) |
Veränderung (in Prozent) |
| Fischfilet natur |
53.980 |
60.362 |
11,8 |
| Fischgerichte |
39.565 |
43.846 |
10,8 |
| Fischstäbchen |
46.396 |
47.186 |
1,7 |
| panierter Fisch |
70.965 |
77.737 |
9,5 |
| restliche Fische und Meerestiere |
29.738 |
33.470 |
12,5 |
| Insgesamt |
240.644 |
262.601 |
9,1 |
| davon Lebensmittelhandel: |
| Fischfilet natur |
36.232 |
39.242 |
8,3 |
| Fischgerichte |
34.901 |
39.089 |
12,0 |
| Fischstäbchen |
43.035 |
43.724 |
1,6 |
| panierter Fisch |
30.432 |
33.475 |
10,0 |
| restliche Fische und Meerestiere |
11.147 |
13.578 |
21,8 |
| Insgesamt |
155.747 |
169.108 |
8,6 |
| davon Großverbraucher: |
| Fischfilet natur |
17.748 |
21.120 |
19,0 |
| Fischgerichte |
4.664 |
4.757 |
2,0 |
| Fischstäbchen |
3.361 |
3.462 |
3,0 |
| panierter Fisch |
40.533 |
44.262 |
9,2 |
| restliche Fische und Meerestiere |
18.591 |
19.892 |
7,0 |
| Insgesamt |
84.897 |
93.493 |
10,1 |
Quelle: dti
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