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Erfolgsgeschichte Tiefkühlkost
31.05.2006

Deutsches Tiefkühlinstitut:


  • 1956 wurde das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) als „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Tiefkühlkette“ gegründet: ein Schulterschluss aller Beteiligten in der Tiefkühlkette.

  • 30 weitblickende Unternehmer standen auf dem Gründungsprotokoll von Hannover. Es waren Tiefkühlunternehmen der Fischereiwirtschaft, der obst- und gemüseverarbeitenden Industrie und der Geflügelwirtschaft, Firmen des Kühlgüterverkehrs, Kühl- und Lagerhäuser, Unternehmen der Kälteindustrie und des Großhandels.

  • 50 Jahre später ist das Tiefkühlinstitut die anerkannte Spitzenorganisation der Tiefkühlbranche in Deutschland.

  • Derzeit sind rund 160 Unternehmen im Tiefkühlinstitut zusammengeschlossen.

  • Das dti versteht sich als Informationszentrale für alle Fragen rund um Tiefkühlkost – und das produkt- und firmenneutral. Unseren Informationsfolder erhalten Sie hier.


Blick auf die Anfänge:


  • Mitte der 50er Jahre:
    Die Produktion von Tiefkühlkost in Deutschland beginnt. Fisch und Gemüse waren die Schwerpunkte. Anfangs herrschte bei den Vertretern des Lebensmitteleinzelhandels gegenüber der „neuen“ Angebotsform noch Skepsis. In den Geschäften gab es kaum Verkaufsgeräte.

  • 1955:
    Die Anuga 1955 in Köln war ein entscheidender Meilenstein für Tiefkühlkost. Erstmals wurden auf einer internationalen Ernährungsmesse in Deutschland tiefgekühlte Produkte für den Lebensmittelhandel ausgestellt. Sechs Firmen präsentierten ihr Angebot und versuchten die Messebesucher von der Qualität der Tiefkühlkost zu überzeugen.

  • 1956:
    Ein weiteres wichtiges Signal ging vom „Köln-Bonner Truhentest“ in diesem Jahr aus. Im Raum Köln/Bonn wurden 400 Tiefkühltruhen in den Lebensmittelgeschäften aufgestellt. Die Händler wollten unter anderem die Resonanz beim Verbraucher testen und Verbesserungspotenziale herausfinden. In der Geschichte der deutschen Tiefkühlwirtschaft war der Test die erste große gemeinsame Aktion von Produzenten und Handel. Und er wurde ein voller Erfolg.

  • Ende der 50er Jahre:
    Die Produktion von tiefgekühlten Komplettmenüs für die Gemeinschaftsverpflegung startete. So wurde die Versorgung vieler Menschen zur selben Zeit möglich. Auch im Lebensmitteleinzelhandel konnten Verbraucher nun erstmals komplette Gerichte aus der Tiefkühlung wählen, wie Hühnerfrikassee oder Königsberger Klopse.


Wirtschaftliche Bedeutung der Tiefkühlbranche:


  • 50 Jahre Tiefkühlinstitut bedeuten gleichzeitig eine beispiellose Erfolgsgeschichte der Angebotsform Tiefkühlkost in Deutschland.


  • Der Gesamtabsatz von Tiefkühlkost wuchs im 10-Jahresvergleich (1996/2006) um 49,8 Prozent von 2,07 Millionen Tonnen auf 3,11 Millionen Tonnen in Deutschland.

  • Der Gesamtverbrauch tiefgekühlter Lebensmittel lag 2006 bei 3,11 Millionen Tonnen. Dies würde einem Mengenwachstum von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch stieg von 37,1 im Jahr 2005 auf 37,7 Kilogramm in 2006.

  • Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die Branche einen Umsatz von 10,05 Milliarden Euro. Der Gesamtumsatz lag 2006 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent höher. 1996 betrug der Umsatz 6,13 Milliarden Euro.

  • Der Tiefkühlmarkt in Deutschland bewegt sich auf zwei nahezu gleichgewichtigen Absatzkanälen. 53,7 Prozent der gesamten Verbrauchsmenge tiefgekühlter Lebensmittel wurden 2006 im Lebensmittelhandel, bei den Heimdiensten und den Discountern gekauft. In die verschiedenen Bereiche des Außer-Haus-Marktes (Gastronomie, Betriebsrestaurants, Schulen, Krankenhäuser, Senioreneinrichtungen) gingen 46,3 Prozent des gesamten Absatzes.

  • Die positive Marktentwicklung und damit die Bedeutung der Angebotsform Tiefkühlkost dürfte sich auch in den nächsten Jahren fortsetzen, denn Deutschland liegt beim Pro-Kopf-Verbrauch noch weit hinter den USA und einigen anderen europäischen Ländern zurück.


Vielfalt des tiefgekühlten Sortiments:


  • Tiefkühlkost hat für viele Produkte und Produktgruppen neue Märkte erschlossen. Als markante Beispiele sind Spinat und Fischstäbchen zu nennen.

  • Durch die Entwicklung von Schlemmerfilets hat der Fisch neue Verbraucherschichten gewonnen, die bisher dem Fisch ablehnend gegenüberstanden.

  • Mit der Tiefkühlpizza wurde ein völlig neuer Markt aufgebaut. Seit Jahren steht der Klassiker aus der Tiefkühlung bei Verbrauchern hoch im Kurs.

  • Ein weiteres Beispiel ist der stark wachsende Markt „exotischer“ Rezepturen, z.B. aus dem asiatischen oder mediterranen Raum.

  • Ob Teiglinge, Brötchen, Kuchen und Torten: Viele Verbraucher schätzen das riesige Backwarenangebot aus der Tiefkühlung.

  • Die Vielfalt tiefgekühlter Kartoffelprodukte ist heute eine Selbstverständlichkeit.

  • Ohne Tiefkühlkost könnte die Systemgastromie, wie beispielweise McDonald’s, ihre Millionen Kunden nicht in dieser Qualität und Vielfalt täglich verpflegen.


Vorteile der Tiefkühlkost:


  • Ernährungswissenschaftler renommierter Universitäten, anerkannter Institutionen und Organisationen betonen immer wieder die Vorteile der Tiefkühlkost: Tiefgefrieren gilt als die beste Methode, um die Ausgangsqualität der Produkte über längere Zeit zu bewahren.

  • Tiefkühlprodukte werden so frisch eingefroren, wie es sie normalerweise nirgendwo zu kaufen gibt.

  • Die Vitamin- und Mineralstoffverluste sind selbst bei längerer Lagerung sehr gering. Wichtig ist allerdings, dass einwandfreie Rohware verwendet und dem Gefriergut durch Schockfrostung sehr schnell die Wärme entzogen wird.

  • Die Produkte werden möglichst schnell nach der Ernte, dem Fang oder der Zubereitung nur durch den Einsatz tiefer Kälte sachgerecht tiefgefroren. Besser und schonender kann man Frische nicht bewahren.


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