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Tiefkühlbranche blickt mit Zuversicht in die Zukunft
31.05.2006

Logo - Tiefkühltagung 2006
Auch in nach wie vor konjunkturell schwierigen Zeiten zählt die Tiefkühlbranche zu einer der erfolgreichsten Bereiche der Ernährungswirtschaft in Deutschland. Alleine in den letzten zehn Jahren stieg der Pro-Kopf-Verbrauch von Tiefkühlkost um 13,1 Kilogramm auf 37,1 Kilogramm im Jahr 2005. Mit einem Gesamtabsatz von 3,06 Millionen Tonnen lag der Verbrauch nahezu doppelt so hoch wie 1995. Neben Fisch und Snacks aus der Tiefkühlung legten mengenmäßig vor allem Backwaren zu. Unverändert starke Nachfrage herrscht seit Jahren nach Gemüse sowie Kartoffelprodukten.

Die positive Marktentwicklung und damit die Bedeutung der Angebotsform Tiefkühlkost werde sich sowohl in den Privathaushalten als auch in den einzelnen Segmenten des Außer-Haus-Marktes fortsetzen, da der derzeitige Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland noch weit hinter den USA und einigen anderen europäischen Ländern liege. Zu dieser Einschätzung kamen die Vertreter der Tiefkühlwirtschaft auf ihrer diesjährigen Jahrestagung in Königswinter bei Bonn. Ausgerichtet wird die Top-Veranstaltung der Branche vom Deutschen Tiefkühlinstitut (dti), der Informationszentrale für Tiefkühlkost in Deutschland.

Tiefkühlinstitut feiert 50-jähriges Jubiläum

In diesem Jahr steht die dti-Veranstaltung ganz im Zeichen des 50-jährigen Jubiläums des Tiefkühlinstitutes, das 1956 als „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Tiefkühlkette“ gegründet wurde. Mitte der 50er Jahre gab es die ersten zaghaften Versuche, Tiefkühlkost im Lebensmitteleinzelhandel zu etablieren. Fisch und Gemüse waren damals die Schwerpunkte. Die Verkäufer in den Geschäften zeigten sich zunächst skeptisch: Enorm viel Überzeugungsarbeit musste bei den Händlern anfangs geleistet werden. Und auch den Verbrauchern musste zunächst erklärt werden, was Tiefkühlkost überhaupt ist, wie man damit umgeht und welche hohe Qualität dahinter steckt.

50 Jahre später ist das Sortiment eine Selbstverständlichkeit bei den Privatverbrauchern und den Küchenchefs in der Gemeinschaftsverpflegung. Aus einer Riesenauswahl – von der naturbelassenen Rohware bis zu nationalen wie internationalen Rezepturen – können Konsumenten wählen.

Nach Einschätzung des dti hat Tiefkühlkost am nachhaltigsten die veränderten Ernährungsgewohnheiten der Verbraucher in den letzten 50 Jahren geprägt. Die herausragenden Vorteile sind mehr Genuss, eine große Produktauswahl, mehr Freizeit aufgrund der unkomplizierten Zubereitung. Hinzu kommt: Tiefkühlkost ist in punkto Frische, Gesundheit und Qualität in dieser Vorteilskombination unschlagbar. Die tiefkalten Temperaturen bei der Herstellung sorgen für den optimalen Vitaminerhalt. Der Zusatz von Konservierungsstoffen zur Haltbarmachung ist dadurch nicht notwendig. Tiefkühlprodukte gelten unter Ernährungsexperten als hygienisch sichere Produkte.

Verbraucher überzeugt von eiskalten Vorteilen

In einer aktuellen Umfrage des Tiefkühlinstitutes wird das positive Image von Tiefkühlkost bei den Verbrauchern bestätigt. 77 Prozent der Konsumenten finden Tiefkühlkost „ganz allgemein klasse“. Für 72 Prozent der Befragten ist Tiefkühlkost „etwas Modernes“. Dass tiefgekühlte Produkte ganz oben auf der Einkaufsliste stehen, belegen weitere Ergebnisse der Befragung. So stimmen 63 Prozent der Aussage zu: „Wenn ich einkaufen gehe, kaufe ich meistens auch ein Tiefkühlprodukt.“ Und sogar 39 Prozent sind sich sicher: „Ohne Tiefkühlkost könnte ich meinen Haushalt gar nicht führen.“

Auch beim Thema „Tiefkühlkost und Gesundheit“ sind Verbraucher von der Frische und Qualität tiefgekühlter Produkte überzeugt und vertrauen eher den Produkten aus der Tiefkühlung als vergleichbar verarbeiteten Lebensmitteln. Dazu zählen beispielsweise Produkte aus dem Kühlbereich, die bei Plustemperaturen gelagert werden. Für 59 Prozent ist klar: Tiefkühlprodukte sind „mindestens genauso gesund“, wie vergleichbare Lebensmittel, die auf eine andere Art verarbeitet wurden. 16 Prozent sagen, Tiefkühlkost ist „eher gesünder“ und sogar 5 Prozent meinen, dass Tiefkühlkost „deutlich gesünder“ ist.

In der repräsentativen Umfrage wurden 1.135 Frauen und Männer im Alter zwischen 16 und 59 Jahren befragt. Die Stichprobe berücksichtigt eine große Bandbreite an Haushaltsgrößen: vom Single- bis hin zum Fünf-Personenhaushalt.

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