Begehrte Tiefkühlkost
18.04.2007
Frische auf Vorrat gewinnt weiterhin Marktanteile
Der Appetit auf frischwertige und bequeme Lebensmittel aus der Tiefkühlung hält unvermindert an. Nach Markterhebungen des
Deutschen Tiefkühlinstitutes (dti) stiegen 2006 sowohl der
Verbrauch als auch der Umsatz bei Tiefkühlkost. Der Gesamtabsatz lag bei 3,11 Millionen Tonnen. Dies entspricht einem Mengenplus von 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der
Pro-Kopf-Verbrauch wuchs um weitere 600 Gramm auf 37,7 Kilogramm. In den letzten zehn Jahren konnte der Tiefkühlabsatz somit um 50 Prozent gesteigert werden. Der Gesamtumsatz 2006 kletterte erstmals über die 10-Milliardengrenze und lag bei 10,05 Milliarden Euro – eine wertmäßige Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent.
„Ohne gefrorenes und
tiefgefrorenes Rohgeflügel verzeichnet Tiefkühlkost jedoch eine noch deutlich bessere Bilanz“, betont dti-Geschäftsführer Manfred Sassen. „Wir kommen dann mit der ‚klassischen’ Tiefkühlkost auf einen Mehrverbrauch von 2,9 Prozent.“ Die Nachfrage nach Rohgeflügel ging im vergangenen Jahr aufgrund der Vogelgrippe und der
Fleisch-Skandale um 14 Prozent zurück.
Gemüse und Fisch voll im Trend
Die Privatverbraucher kauften im Lebensmittelhandel, einschließlich Heimdienste und Discounter, mit knapp 1,67 Millionen Tonnen 1,9 Prozent mehr Tiefkühlkost als im Jahr zuvor. Ohne Rohgeflügel kam die Branche sogar auf ein Mengenwachstum von 3,2 Prozent. Der Umsatz betrug 5,98 Milliarden Euro, was einem Plus von 3,8 Prozent entspricht.
Gemüse und Fisch als wichtige Bestandteile einer leichten, gesundheitsorientierten Ernährung waren die Renner. Starke Nachfrage herrschte ebenfalls bei Produkten aus dem vielfältigen Backwarensortiment von Brötchen über Biskuitrollen bis hin zu Kuchen und Torten.
Gästewünsche zunehmend individueller
Im
Außer-Haus-Markt – dem zweiten wichtigen Absatzkanal für Tiefkühlkost – betrug der Verbrauch knapp 1,44 Millionen Tonnen. Das waren 0,6 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Die Mengensteigerung im Tiefkühlkostsortiment ohne Rohgeflügel betrug 2,5 Prozent. Bezogen auf den Umsatz lag das wertmäßige Plus mit 4,07 Milliarden Euro bei 3,6 Prozent.
Ob in Betriebsrestaurants, Mensen, Kindertagesstätten oder Krankenhäusern: Die Küchenchefs wählten wie die Privatverbraucher bevorzugt
tiefkühlfrische Gemüsevariationen. Stark im Trend lagen auch die reichhaltigen Angebote aus dem Snack-Bereich, die insbesondere die Profi-Köche in der Hotellerie und Gastronomie vermehrt einsetzten. Kein Wunder, da unabhängig von der Tageszeit die Wünsche der Gäste zunehmend individueller werden. Hier spielen die Tiefkühl-Komponenten ihre Stärken voll aus.