Bei Tiefkühlkost gilt: Brutto = Netto
26.02.2009
Abfallfreie Zubereitung bietet einfache Rezeptplanung und Kostenersparnis beim Kochen
Das haben schon viele erlebt: Im Rezept steht Erbsen. Nach langem Pulen häuft sich neben einer kleinen essbaren Ausbeute ein großer Berg Abfall, der im Fall von Erbsen durchschnittlich 60 Prozent ausmacht. Zu besonders hohen Abfallverlusten kommt es auch bei Bohnen, Grünkohl, Porree und Blumenkohl. Das teuer bezahlte
Gemüse schrumpft nach dem Pulen, Schälen und Putzen auf einen mageren Anteil zusammen. Bei der
tiefgekühlten Gemüsevariante ist das anders. Es gilt das Prinzip: Brutto = Netto.
100 Prozent kaufen, 100 Prozent nutzen
Bevor Putzabfälle zu Hause weggeworfen werden, werden sie zusammen mit dem verwertbaren Gemüseanteil an der Kasse gewogen, bezahlt und schließlich in mühsamer Handarbeit entfernt. Nicht selten bleibt am Ende weniger übrig, als das Rezept vorgibt. Wer gleich auf
Tiefkühlkost setzt, hat es einfacher, denn jedes Gramm des Tiefkühlgemüses ist essbar. Das spart Zeit und Geld, denn keine Arbeitszeit muss in Putzen und Schälen, kein Cent in die Putzabfälle investiert werden. Bei der Verwendung von Tiefkühlerbsen oder -bohnen lassen sich auf diese Weise durchschnittlich 60 Prozent Abfälle einsparen, bei Grünkohl sind es fast 50 Prozent, bei Brokkoli immerhin noch 39 Prozent. Das vereinfacht nicht nur die Planung zum Kochen, sondern erhöht auch die
Gelinggarantie.
Tiefkühlkost oft besser als so genannte „Frischware“
Ein weiterer Vorteil tiefgefrorener Lebensmittel ist die Bewahrung wertgebender Inhaltsstoffe über einen langen Zeitraum hinweg. Allein durch Kälteeinsatz werden der volle
Geschmack, das knackige Aussehen und das ganze Paket gesunder Inhaltsstoffe, wie etwa die Vitamine, viele Monate lang erhalten. Auf
Konservierungsstoffe zum Zwecke der
Haltbarmachung kann vollständig verzichtet werden. Mehr noch: Während des Tiefgefriervorgangs werden die Produkte sehr rasch tiefgekühlt. Es bilden sich nur sehr kleine Kristalle in der gefrorenen Zellflüssigkeit. So werden zarte Zellstrukturen, zum Beispiel von Gemüse, nicht beschädigt. Das kommt besonders dem knackigen Biss zugute. So genannte „Frischware“ hat beim
Einkauf durchaus schon mehrere Tage
Lagerung hinter sich. Nicht selten addiert sich diese Zeit im Kühlschrank zu Hause noch um weitere zwei bis drei Tage. Empfindliche Inhaltsstoffe wie
Vitamin C und Folsäure sind in dieser Zeit bereits zu einem großen Anteil abgebaut.
Richtige Zubereitung erhält knackige Tiefkühlfrische
Das
Deutsche Tiefkühlinstitut gibt Tipps, wie man die
Qualität und den Nährstoffgehalt von Gemüse bis zum Verzehr optimal erhält:
- Tiefgekühltes Gemüse sollte ohne vorheriges An- oder Auftauen zubereitet werden. Nur so lassen sich Nährstoffverluste vermeiden.
- Geeignete Garmethoden sind Dünsten (mit wenig Wasser) oder die Zubereitung in der Mikrowelle.
- Spezielle Zubereitungshinweise sind auf den Verpackungen zu finden.
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