Die Branche zieht positive Halbjahresbilanz
17.09.2009
Krisensicher: Die deutsche Tiefkühlwirtschaft
Nach einer durchweg positiven Entwicklung im Jahr 2008 bestätigt die Deutsche
Tiefkühlwirtschaft das gute Ergebnis des Vorjahres und zieht erfreuliche Bilanz für das erste Halbjahr 2009. Die Ganzjahresprognose des Deutschen Tiefkühlinstituts,
dti, in Köln lässt ein weiteres Wachstum des Gesamtmarktes erwarten.
Tiefkühlkost trotzt der Krise
Bis zur Mitte des Jahres konnte im Lebensmittelhandel ein mengenmäßiges Absatzplus von 1,5 Prozent verzeichnet werden. Wertmäßig wurde eine Steigerung um 3 Prozent erzielt. Auch der
Außer-Haus-Markt konnte weiter zulegen: Um einen halben Prozentpunkt in der Menge und 1,5 Prozent im Wert.
Hochgerechnet auf das gesamte Jahr 2009 geht das
dti von einem Mengenwachstum im Gesamtmarkt von 0,8 Prozent auf 3.227.085 Tonnen aus (2008 = 3.202.537 Tonnen). Der
Absatz im Lebensmittelhandel dürfte 2009 um 1 Prozent und im Großverbraucherbereich um 0,5 Prozent steigen. Die erwartete Umsatzentwicklung: Lebensmittelhandel plus zwei Prozent auf 6,63 Mrd. Euro*, Großverbraucher plus 1,5 Prozent auf 4,57 Mrd. Euro. Damit steigt der Gesamtwert der verkauften Tiefkühlkost um 1,8 Prozent gegenüber 2008 auf 11,20 Mrd. Euro.
Die Deutschen lieben Tiefkühlkost
Der
Pro-Kopf-Verbrauch steigt voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr auf 39,2 kg. Damit zeigen die Deutschen, wie beliebt die Produktvielfalt aus der Kälte nach wie vor ist. Der deutsche Durchschnittshaushalt wird in 2009 etwa 81,1 kg Tiefkühlkost verbrauchen. Im Vorjahr waren es nur 80,5 kg.
Ein Beweis dafür, dass die Vorteile von Tiefkühlkost in den Köpfen der Deutschen Verbraucher bereits fest verankert sind: Denn tiefgekühlte Lebensmittel bieten
Frische auf Vorrat. Kälte allein sorgt für die
Haltbarmachung. Die Produkte werden direkt nach Ernte,
Fang oder
Zubereitung verarbeitet und
schockgefrostet. So bleiben wertvolle
Nährstoffe wie Vitamine fast vollständig erhalten – auch bei längerer
Lagerzeit.
Das honorieren die Haushalte insbesondere bei Gemüse: In 61,3 Prozent** der Haushalte kommt naturbelassenes
TK-Gemüse und in 63,2 Prozent zubereitetes TK-Gemüse mindestens einmal im Monat auf den Teller. Auch
Fisch kommt überwiegend aus der Tiefkühlung: Am gesamten Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch hatte Tiefkühlfisch im Jahr 2008 einen Anteil von 35 Prozent. Der Frischfischanteil lag bei nur noch 8 Prozent.
Außerdem entspricht Tiefkühlkost voll und ganz dem derzeit vorherrschenden Kochverhalten der Verbraucher. Dies bestätigt auch die aktuelle Verbraucheranalyse 2009**: So kochen mehr als die Hälfte (57,7 %) der Befragten am liebsten Gerichte, die schnell gehen und fast 70 Prozent (69,4 %) sind sogar überzeugt davon, dass
Fertigprodukte eine sinnvolle Erleichterung beim Kochen darstellen. Gefragter denn je ist die TK-
Pizza: In mehr als der Hälfte der deutschen Haushalte wird sie mindestens einmal pro Monat serviert. Der Convenience-Vorteil der Tiefkühlkost kommt hier also voll zum Tragen.
* Die Vergleichzahlen des Vorjahreszeitraums finden Sie in untenstehender Liste.
** Quelle: VerbraucherAnalyse „Codeplan“ 2009
Eckdaten Tiefkühlmarkt
Lebensmittelhandel (inkl. Heimdienste und Discounter) und Großverbraucher
|
2008 |
1. Halbjahr 2009 |
Schätzung 2009 insgesamt |
| Lebensmittelhandel |
| Menge |
1.724.639 t |
|
1.741.885 t |
| Veränderung |
+ 0,7 % |
+ 1,5 % |
+ 1,0 % |
| Lebensmittelhandel |
| Wert |
6,50 Mrd. Euro |
|
6,63 Mrd. Euro |
| Veränderung |
+ 4,0 % |
+ 3,0 % |
+ 2,0 % |
| Großverbraucher |
| Menge |
1.477.898 t |
|
4.485.200 t |
| Veränderung |
+ 3,8 % |
+ 0,5 % |
+ 0,5 % |
| Großverbraucher |
| Wert |
4,50 Mrd. Euro |
|
4,57 Mrd. Euro |
| Veränderung |
+ 5,9 % |
+ 1,5 % |
+ 1,5 % |
| Gesamtmarkt |
| Menge |
3.202.537 t |
|
3.227.085 t |
| Veränderung |
+ 2,1 % |
+ 1,0 % |
+ 0,8 % |
| Gesamtmarkt |
| Wert |
11,00 Mrd. Euro |
|
11,20 Mrd. Euro |
| Veränderung |
+ 4,8 % |
+ 2,4 % |
+ 1,8 % |
| Pro-Kopf-Verbrauch |
| Menge |
39,0 kg |
|
39,2 kg |
| Verbrauch pro Haushalt |
| Menge |
80,5 kg |
|
81,1 kg |