Mehr Ernährungsbildung und Wertschätzung tragen zu weniger Lebensmittel­verschwendung bei

Deutsches Tiefkühlinstitut lud ein zu KOSTBAR - die Lebensmitteldebatte am Morgen
Fotovermerk: © Jens Jeske/www.jens-jeske.de

Über Lebensmittelverschwendung diskutierten Renate Künast, Bündnis 90/Die Grünen, ehemalige Bundesministerin für Landwirtschaft und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft und Alois Gerig, CDU, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft, auf Einladung des Deutschen Tiefkühlinstituts e.V. in Berlin-Mitte mit rund 40 Gästen aus dem Deutschen Bundestag, Ministerien sowie Verbänden und Verbraucherorganisationen.

Alois Gerig führte aus: „Das Problem der Lebensmittelverschwendung ist vielschichtig. Einer der Gründe dafür ist die derzeit geringe Wertschätzung für Lebensmittel. Hier müssen wir ansetzen. Wir brauchen mehr Ernährungsbildung. Wir haben die große Chance, der jetzt jungen Generation einen wertschätzenden Umgang mit unserer Nahrung nahezubringen.“

In der Forderung nach mehr Ernährungsbildung waren sich die Abgeordneten Künast und Gerig einig. Renate Künast betonte jedoch: „Die Diskussion über die Verantwortung der Endverbraucher greift zu kurz. Wir müssen die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung betrachten. Ein jedes Teil dieser Kette muss sich verändern. Die Erzeuger und der Handel müssen Instrumente entwickeln, wie sie das UN-Nachhaltigkeitsziel, die Lebensmittelverschwendung bis 2030 um 50 Prozent zu verringern, erreichen können.“ 

Dr. Sabine Eichner, Geschäftsführerin des Deutschen Tiefkühlinstituts, unterstrich die Vorteile und Möglichkeiten mit dem Einsatz von Tiefkühlprodukten, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren: „Eine Ernährung mit einem höheren Anteil von Tiefkühlprodukten sorgt dafür, dass signifikant weniger Lebensmittel weggeworfen werden. Tiefkühlprodukte geben den Verbrauchern die Chance, nur so viel zu verwenden, wie wirklich benötigt wird und besser zu planen. Wir sehen die Herausforderung darin, dieses Wissen den Verbrauchern zu vermitteln. Die Forderung nach mehr Ernährungsbildung unterstützen wir daher. Das Wissen über die Vorteile der Haltbarmachung von Lebensmitteln muss wieder stärker vermittelt werden.“

Das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. ist seit 60 Jahren die Kommunikations- und Informationsplattform der Tiefkühlwirtschaft. Die Branche zählt zu den fünf größten Teilbereichen der Lebensmittelwirtschaft. Die Tiefkühlung bewahrt durch ernte- und fangfrische Verarbeitung das Kostbarste der Lebensmittel: Vitamine und Nährstoffe für unsere Ernährung. Mit der Frühstücksdebatte KOSTBAR leistet das Deutsche Tiefkühlinstitut einen Beitrag zum Austausch über aktuelle Ernährungsthemen mit Politik und Gesellschaft.

Ansprechpartnerin:
Deutsches Tiefkühlinstitut e.V.
Dr. Sabine Eichner
Tel.: +49 (0)30 280 93 62-0
Mail: eichner@tiefkuehlkost.de