Nachhaltigkeit – was ist das eigentlich?

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Und das nicht erst seit gestern. 1992 haben sich die Vereinten Nationen zum Leitbild der nachhaltigen Entwicklung bekannt. Mit der Unterzeichnung der Agenda 21 in Rio de Janeiro haben sich die 170 Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Politikbereichen umzusetzen. An der Entwicklung hin zu einer nachhaltigeren Gesellschaft müssen jedoch alle gesellschaftlichen Akteure gemeinsam arbeiten. Nachhaltigkeit ist eine Gemeinschaftsaufgabe, bei der Politik, Wirtschaft, Verbände, Nichtregierungsorganisationen (NGO), Forschung ebenso wie Bürger ihren Beitrag leisten müssen.

Die wohl bekannteste Definition für nachhaltige Entwicklung formulierte die Brundtland-Kommission – auch Weltkommission für Umwelt und Entwicklung genannt – erstmals im Jahre 1987.

„Eine Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“ Üblicherweise wird Nachhaltigkeit in die drei Dimensionen Ökonomie, Ökologie und Soziales differenziert.

Der dti-/znu-Leitfaden...

...belegt in einzigartiger Weise, wie vielfältig und engagiert die Branche sich mit Nachhaltigkeit auseinandersetzt.
Was heißt dies für die Praxis von Unternehmen?
Unternehmen der Lebensmittelbranche tragen gemeinsam mit weiteren Akteuren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Mitverantwortung dafür, unsere Lebensmittelproduktion und damit Ernährung nachhaltiger zu gestalten. Es gilt daher folgende Fragen zu stellen: Was ist eine nachhaltige Lebensmittelproduktion? Was ist nachhaltige Ernährung? Wie kann diese gestaltet werden? Welchen Beitrag kann das Unternehmen dazu leisten?

Um diese Ziele zu erreichen, müssen Probleme vorausschauend erkannt und vermieden oder zumindest verringert werden. Der einzige Weg führt daher über vorsorgendes Handeln. Vorsorge zielt jedoch nicht nur auf die Minderung von Risiken. Das zentrale Anliegen ist mehr Qualität: Umwelt- und Lebensqualität ebenso wie Produktqualität. Das Handeln professioneller Akteure sollte sich dabei an vier Handlungsgrundsätzen orientieren: Verantwortung teilen, Kompetenzen stärken, Qualitäten bündeln, d. h. Produkte und Angebote hinsichtlich aller drei Nachhaltigkeitsdimensionen zu optimieren und Strukturen bilden. Es geht darum, gemeinsam mit den anderen Akteuren entlang der Wertschöpfungskette Verantwortung für die eigene Geschäftstätigkeit zu übernehmen.