Frische und Geschmack

Tiefkühlprodukte: das bedeutet Frische und Gesundheit auf Vorrat. Wer beim Einkauf frisches Gemüse sucht, ist in der Tiefkühlabteilung des Supermarktes gut aufgehoben. Das Angebot dort ist meistens noch frischer als die Frischware.

Warum? Zeit ist der Frischefeind Nummer eins.
Deshalb setzen die Tiefkühlproduzenten alles daran, um die Transportwege vom Feld zum Verarbeitungswerk bis zum Tiefgefrieren möglichst kurz zu halten. Bedenkt man die üblichen, sehr langen Transportwege vom Feld zum Großmarkt, zum Wochen- oder Supermarkt bis nach Hause, dann wird klar, dass bereits viele Vitamine und Nährstoffe auf der Strecke geblieben sind. Die Tiefkühlproduzenten dagegen sorgen dafür, dass die Pflanzen zum optimalen Zeitpunkt geerntet und innerhalb von wenigen Stunden weiterverarbeitet, z.T. auch blanchiert, und tiefgefroren werden. Das Blanchieren von Gemüse vor dem Tiefgefrieren sorgt dafür, dass Mikroorganismen und Enzyme inaktiviert werden. So werden auch Vitaminverluste und Geschmacksveränderungen unterbunden. Außerdem behält das Gemüse seine natürliche Farbe und knackige Struktur. Der schnelle Produktionsdurchlauf und das sogenannte Schockfrosten – das sehr schnelle Tiefkühlen mit tiefen Minustemperaturen – machen aus dem Gemüse einen Vitamin- und Nährstofftresor, da es haltbar gemacht wird, wenn es am frischesten ist.

Der Vorteil des Schockfrostens gilt natürlich nicht nur für Obst und Gemüse.

Die frische und natürliche Beschaffenheit bleibt umso besser bewahrt, je weniger Zeit zwischen Ernte oder Herstellungsprozess und dem Tiefgefrieren liegt.
  • Obst und Gemüse sind im Allgemeinen 1 bis 5 Stunden nach der Ernte in den Gefrieranlagen
  • Fisch wird unmittelbar nach dem Fang auf den Fang- und Verarbeitungsschiffen tiefgefroren oder bei küstennaher Fischerei in kürzester Zeit nach der Anlandung
  • Snacks, Menüs, Kartoffelerzeugnisse, Zubereitungen kommen gleich nach einem beschleunigten Abkühlen in die Tiefgefrieranlagen
  • Backwaren werden kontinuierlich gleich nach der Herstellung tiefgefroren
  • Fleisch kommt nach der Schlachtung oder nach einem erforderlichen Reifeprozess in die Frostanlage

  • Exkurs: Schockfrosten

    Schneller Kälteschlaf für maximale Frische
    Beim industriellen Schockfrosten werden Lebensmittel bei circa minus 40 Grad Celsius in sehr kurzer Zeit tiefgekühlt. Das im Lebensmittel enthaltene Wasser dehnt sich aus und bildet zwischen den Zellwänden nur sehr kleine Eiskristalle, die die Zellstruktur des Lebensmittels nicht beschädigen. Im Vergleich dazu bilden sich bei den vergleichsweise hohen Temperaturen in Haushaltsgefriergeräten beim Einfrieren langsam wachsende, große Eiskristalle. Dadurch werden die Zellstrukturen im Lebensmittel beschädigt. Dies führt zu Qualitätsverlusten. Wichtige Inhaltstoffe wie Vitamine und Mineralien sowie Geschmack und Textur werden geschützt, da die Zellen intakt bleiben. Frische und Saftigkeit des Lebensmittels bleiben somit beim industriellen Frosten erhalten. Das Schockgefrieren stoppt den Zellstoffwechsel, Mikroorganismen können sich so nicht mehr vermehren und tiefgefrorene Lebensmittel bleiben hygienisch einwandfrei sehr lange haltbar.
  • Exkurs: Frische-Studie



    Wissenschaftlich ist bereits bewiesen: Tiefkühlgemüse und –obst enthält wesentlich mehr Vitamine und Nährstoffe als Obst und Gemüse aus Konserven und sogar auch als frisches Obst und Gemüse, das bereits mehrere Tage bei Kühl- oder Raumtemperatur gelagert wurde. Beim Tiefkühlen werden Frische und Geschmack konserviert und das ganz ohne Konservierungsstoffe. (Frische-Studie)