Qualität und Sicherheit

Bei Tiefkühlprodukten ist der Verbraucher auf der hygienisch sicheren Seite.

Qualitätskontrolle
Die Rohstoffe werden bei Ankunft im Produktionsbetrieb zunächst einer sorgfältigen Qualitätskontrolle unterzogen. Alles wird aussortiert, was den hohen Anforderungen an das Aussehen und den Geschmack der Produkte widerspricht. Gründliches Spülen, Waschen und Putzen beispielsweise bei Obst und Gemüse ist an dieser Stelle des Produktionsprozesses angesagt.

Verarbeitungsprozess Tiefkühlgemüse


Hygienische Sicherheit
Mikroorganismen, die gesundheitsgefährdend sind wie beispielsweise Salmonellen, brauchen zur Vermehrung günstige Bedingungen. Feuchtigkeit und Nährstoffe, aber vor allem angenehme Temperaturen möglichst im Plusbereich, sind optimal und begünstigen das Wachstum. Beim industriellem Tiefgefrieren haben Mikroorganismen aufgrund der tiefen Temperaturen keine Chance zur Vermehrung. Neben der Kälte sorgt auch die sachgerechte Verpackung für die hygienische Qualität von Tiefkühlprodukten.
Während der gesamten Tiefkühlkette – von der Produktion über den Transport bis hin zur Lagerung in den Tiefkühlgeräten im Lebensmittelgeschäft – ist eine Mindesttemperatur von wenigstens minus 18 Grad gesetzlich vorgeschrieben. Bei diesen Minusgraden haben Bakterien, Hefen und Pilze keine Chance, aktiv zu werden. Strenge Qualitätskontrollen an allen Schnittstellen der Tiefkühlkette garantieren, dass die hygienische Sicherheit tiefgekühlter Lebensmittel erhalten bleibt.

Viele Hygienesünden passieren im Haushalt. Meist durch Unwissenheit der Verbraucher werden Lebensmittel beispielsweise falsch gelagert oder nicht ausreichend erhitzt. Mikroorganismen haben dann leichtes Spiel.

Was ist beim Auftauen wichtig?
  • Viele Lebensmittel aus der Tiefkühlung können unaufgetaut zubereitet werden. Dazu zählen beispielsweise Gemüse, Kartoffel- und Snackprodukte, Pizza und komplette Menüs.
  • Separates An- oder Auftauen ist notwendig bei größeren Fleisch-, Fisch- und Geflügelstücken.
  • Aufgetaut werden müssen ebenfalls Produkte, die ohne Erhitzen verzehrt werden wie Torten, geräucherter Fisch und Obst.
  • Informationen für die Zubereitungsart und -dauer der Produkte finden die Verbraucher auf den Verpackungen
  • Am besten ist es, nur so viele Lebensmittel aus dem Gefriergerät zu nehmen, wie tatsächlich auch verbraucht werden. Denn werden einmal aufgetaute Produkte zu lange bei Raumtemperatur aufgehoben, haben Mikroorganismen günstige Bedingungen zum Wachstum.


Grundsätzlich gilt:
  • Verpackungen vor dem An- und Auftauen entfernen
  • Zeitangaben zur Dauer des An- und Auftauens auf den Verpackungen beachten
  • aus hygienischen Gründen Geflügel, Fisch und Fleisch in einer Schale getrennt von anderen Lebensmitteln langsam im Kühlschrank auftauen und nicht bei Zimmertemperatur
  • Die Auftauflüssigkeit von Fleisch kann beim Braten verwendet oder mit Bindemittel angerührt der Soße zugesetzt werden. Der Fleischsaft sollte bis zum Zubereiten der Soße im Kühlschrank aufbewahrt und die Soße gut durchgekocht werden
  • Wichtig beim Auftauen von rohem Geflügel ist, dass die Auftauflüssigkeit wegen der Salmonellengefahr unbedingt weggeschüttet werden muss. Alle Gegenstände und Flächen, die mit dem Tauwasser in Berührung gekommen sind sowie die Hände sofort gründlich mit heißem Wasser reinigen.


Wiedereinfrieren
Falls doch Lebensmittel übrigbleiben, ist Wiedereinfrieren grundsätzlich möglich:
  • mit möglichst tiefer Temperatur schnell und sachgerecht verpackt im Gefriergerät einfrieren
  • sofortiges Wiedereinfrieren ist hygienisch besser als längeres Aufbewahren von Lebensmitteln im Kühlschrank bei Plustemperaturen
  • nur gefriergeeignete Materialien schützen vor dem Befall von Mikroorganismen: Gefrierbeutel, Kunststoff-Folien sowie Kunststoff-Dosen mit festsitzendem Deckel sind optimal