Pommes frites: tiefgekühlt und selbstzubereitet im Vergleich

Die Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ vergleicht tiefgekühlte Pommes frites mit Pommes, die im Haushalt aus Kartoffeln selbst geschnitten und im Ofen gebacken werden. Betrachtet werden die Umweltwirkungen über den gesamten Lebensweg – vom Kartoffelanbau und der Verarbeitung über Transport und Lagerung bis zur Zubereitung im Haushalt und zur Entsorgung.
Wie unterscheiden sich TK-Pommes und selbstzubereitete Pommes frites?
Beim Treibhauspotenzial weisen beide Varianten sehr ähnliche Werte auf. TK-Pommes verursachen 0,18 kg CO₂eq pro 100 Gramm verzehrfertigem Produkt. Die selbstzubereiteten Pommes liegen bei 0,19 kg CO₂eq.
Damit hat die Angebotsform im untersuchten Modellszenario nur einen geringen Einfluss auf das Treibhauspotenzial.
Welche Faktoren beeinflussen die Umweltbilanz von Pommes frites?
Ein wichtiger Einflussfaktor ist bei beiden Varianten die Konsumphase im Haushalt. Sowohl bei TK-Pommes als auch bei selbstzubereiteten Pommes entsteht ein relevanter Anteil der Treibhausgasemissionen durch das Backen im Ofen.
Bei den selbstzubereiteten Pommes kommen das Schälen und Schneiden der Kartoffeln, weitere Vorbereitungsschritte und das anschließende Geschirrspülen hinzu. Bei den TK-Pommes sind dagegen die industriellen Vorprozesse und die Tiefkühllagerung zu berücksichtigen.
Welche Rolle spielen Lebensmittelverluste?
Bei den selbstzubereiteten Pommes fallen in der Haushaltsphase tendenziell höhere Lebensmittelverluste bei der Vorbereitung und Zubereitung an. Dadurch werden für 100 Gramm verzehrfertige Pommes mehr Kartoffeln benötigt.
Dieser zusätzliche Rohwarenbedarf beeinflusst ebenfalls die Umweltbilanz. Bei den TK-Pommes werden die Kartoffeln bereits industriell verarbeitet und als verzehrfertig zuzubereitendes Produkt angeboten.
Wie schneiden die Pommes frites bei weiteren Umweltwirkungen ab?
Über alle untersuchten Umweltwirkungskategorien hinweg weisen TK-Pommes überwiegend vergleichbare oder leicht geringere Umweltwirkungen auf als selbstzubereitete Pommes.
Deutlichere Unterschiede zeigen sich insbesondere beim Versauerungspotenzial und bei der Wasserknappheit. In diesen beiden Umweltwirkungskategorien weist die TK-Variante geringere Werte auf.
Die Ergebnisse beziehen sich auf die in der Studie untersuchten Modellszenarien. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf jedes einzelne Produkt, jede Zubereitungsart oder jedes individuelle Nutzungsverhalten übertragen.
Fragen und Antworten zu Pommes frites
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Wie viel CO₂ verursachen TK-Pommes im Vergleich zu selbst geschnittenen?
Wie viel CO₂ verursachen TK-Pommes im Vergleich zu selbst geschnittenen?
TK-Pommes weisen laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ ähnliche Werte beim Treibhauspotenzial auf wie im Haushalt selbst geschnittene, im Ofen gebackene Pommes frites. Pro 100 Gramm verzehrfertiges Produkt nennt die „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ 0,18 kg CO₂eq für TK-Pommes und 0,19 kg CO₂eq für selbstzubereitete Pommes.
Die Studie vergleicht jeweils innerhalb der gleichen Produktgruppe, nicht warengruppenübergreifend. Die Werte basieren auf den untersuchten Modellszenarien. -
Wie wichtig ist das Backen im Ofen für die CO₂-Bilanz von Pommes?
Wie wichtig ist das Backen im Ofen für die CO₂-Bilanz von Pommes?
Sowohl bei TK- als auch bei selbstzubereiteten Pommes frites entsteht laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ ein relevanter Anteil der Emissionen durch den Backprozess. Die Konsumphase im Haushalt ist laut Studie bei TK-Pommes wie bei selbstzubereiteten Pommes ein zentraler Einflussfaktor.
Bei selbstzubereiteten Pommes kommen Geschirrspülen und weitere Vorbereitungsschritte hinzu, bei TK-Pommes sind industrielle Vorprozesse sowie die Tiefkühllagerung zu berücksichtigen.
Daten und Methodik
Durchführung: Öko-Institut e. V. im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti)
Methode: Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044; Prüfung durch ein externes wissenschaftliches Gutachtergremium im Rahmen eines Critical Reviews
Systemgrenze: gesamter Lebensweg von der landwirtschaftlichen Produktion und Bereitstellung der Rohwaren bis zur Entsorgung
Datenbasis: Primärdaten beteiligter Unternehmen sowie Daten aus wissenschaftlichen Datenbanken, Fachliteratur, weiteren Analysen und Annahmen
Bezugsgröße: 100 g verzehrfertig zubereitetes Lebensmittel
Vergleich: jeweils innerhalb derselben Produktgruppe; Ergebnisse auf Basis der untersuchten Modellszenarien
Quelle und Stand: Öko-Institut e. V. (2026), „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“, im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti). Wissenschaftlicher Abschlussbericht vom 12. Februar 2026.