Erbsen: tiefgekühlt im Vergleich zur Konserve

Die Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ vergleicht tiefgekühlte Erbsen mit Erbsen aus der Konserve. Betrachtet werden die Umweltwirkungen über den gesamten Lebensweg – vom Anbau und der Verarbeitung über Transport und Lagerung bis zur Zubereitung im Haushalt und zur Entsorgung.
Wie unterscheiden sich tiefgekühlte Erbsen und Konservenerbsen?
Die untersuchten tiefgekühlten Erbsen liegen beim Treibhauspotenzial unter dem Wert der Konservenerbsen. Tiefgekühlte Erbsen verursachen knapp 0,17 kg CO₂eq pro 100 Gramm verzehrfertigem Produkt. Bei den Konservenerbsen sind es etwa 0,2 kg CO₂eq. Damit liegt das Treibhauspotenzial der tiefgekühlten Erbsen im untersuchten Modellszenario rund 20 Prozent unter dem der Konservenerbsen.
Die Werte umfassen den gesamten Lebenszyklus der beiden Produkte. Für die tiefgekühlten Erbsen wird dabei eine Lagerdauer von 14 Tagen im Haushalt angenommen.
Welche Faktoren beeinflussen die Umweltbilanz der Erbsen?
Ein wesentlicher Einflussfaktor ist die Verpackung der Konservenerbsen. Die Herstellung der Konservendose aus zinnbeschichtetem Weißblech ist insbesondere mit Umweltwirkungen aus der Stahlproduktion und der Zinnbeschichtung verbunden. Zusätzlich trägt das energieintensive Sterilisieren der Konservenerbsen, der sogenannte Autoklavierungsprozess, zu ihren Umweltwirkungen bei.
Bei den tiefgekühlten Erbsen beeinflussen vor allem die Verarbeitung sowie die Gefrierlagerung in Handel und Haushalt das Ergebnis. Auch die Lagerdauer spielt eine wichtige Rolle: Je länger die Erbsen im Gefriergerät gelagert werden, desto mehr Energie wird benötigt.
Welche Rolle spielt die Lagerdauer?
Bei einer Lagerdauer im Haushalt von bis zu etwa 63 Tagen verursachen die tiefgekühlten Erbsen im untersuchten Modellszenario geringere Treibhausgasemissionen als die Konservenerbsen. Erst bei einer Lagerung von mehr als 63 Tagen kehrt sich dieser Vorteil um. Für das zentrale Modellszenario der Studie wurde eine Lagerdauer der tiefgekühlten Erbsen von 14 Tagen angenommen.
Wie schneiden die Erbsen bei weiteren Umweltwirkungen ab?
In nahezu allen untersuchten Umweltwirkungskategorien weisen die tiefgekühlten Erbsen geringere Umweltwirkungen auf als die Konservenerbsen. Eine Ausnahme bildet das Süßwasser-Eutrophierungspotenzial. Hier zeigen die tiefgekühlten Erbsen höhere Werte, insbesondere aufgrund der energieintensiveren Gefrierlagerung in Handel und Haushalt sowie der Zubereitung. Bei der Landnutzung bestehen dagegen keine relevanten Unterschiede, weil für beide Angebotsformen identische Rohwaren und vergleichbare landwirtschaftliche Produktionsdaten zugrunde gelegt wurden.
Die Ergebnisse beziehen sich auf die in der Studie untersuchten Modellszenarien. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf jedes einzelne Produkt oder jedes individuelle Nutzungsverhalten übertragen.
Fragen und Antworten zu tiefgekühlten Erbsen
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Wie viel CO₂ verursachen TK-Erbsen im Vergleich zu Erbsen aus der Dose?
Wie viel CO₂ verursachen TK-Erbsen im Vergleich zu Erbsen aus der Dose?
Die untersuchten tiefgekühlten Erbsen liegen laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ beim Treibhauspotenzial unter dem Wert der Konservenerbsen. Die „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ nennt knapp 0,17 kg CO₂eq für tiefgekühlte Erbsen und etwa 0,2 kg CO₂eq für Konservenerbsen, jeweils pro 100 Gramm verzehrfertigem Produkt.
Die Werte basieren auf den in der Studie untersuchten Modellszenarien und umfassen den gesamten Lebenszyklus. Die „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ nimmt dabei für die tiefgekühlten Erbsen eine Haushalts-Lagerdauer von 14 Tagen an. -
Woher kommt der CO₂-Unterschied zwischen TK-Erbsen und Erbsen aus der Dose?
Woher kommt der CO₂-Unterschied zwischen TK-Erbsen und Erbsen aus der Dose?
Ein wesentlicher Treiber des Unterschieds ist laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ die Herstellung der Konservendose aus zinnbeschichtetem Weißblech, insbesondere die Stahlproduktion und die Zinnbeschichtung. Zusätzlich trägt der energieintensive Verarbeitungsschritt des Sterilisierens, der Autoklavierungsprozess, zu den höheren Umweltwirkungen der Konservenerbsen bei.
Auch Lagerdauer und -bedingungen in Handel und Haushalt haben laut Studie einen relevanten Einfluss auf die Ergebnisse. -
Wie verändert die Lagerzeit im Gefrierfach den CO₂-Vergleich mit Erbsen aus der Dose?
Wie verändert die Lagerzeit im Gefrierfach den CO₂-Vergleich mit Erbsen aus der Dose?
Laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ verursachen tiefgekühlte Erbsen bei einer Lagerdauer von bis zu etwa 63 Tagen geringere Treibhausgasemissionen als Konservenerbsen. Erst bei Lagerzeiten von mehr als 63 Tagen kehrt sich dieser Vorteil laut „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ um, sodass tiefgekühlte Erbsen dann höhere Emissionen aufweisen.
In der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ wird für die tiefgekühlten Erbsen eine Haushalts-Lagerdauer von 14 Tagen angenommen. Da das Verhalten im Haushalt individuell stark variieren kann, verstehen sich die Ergebnisse dazu als modellhafte Annäherung an typische Nutzungsmuster.
Daten und Methodik
Durchführung: Öko-Institut e. V. im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti)
Methode: Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044; Prüfung durch ein externes wissenschaftliches Gutachtergremium im Rahmen eines Critical Reviews
Systemgrenze: gesamter Lebensweg von der landwirtschaftlichen Produktion und Bereitstellung der Rohwaren bis zur Entsorgung
Datenbasis: Primärdaten beteiligter Unternehmen sowie Daten aus wissenschaftlichen Datenbanken, Fachliteratur, weiteren Analysen und Annahmen
Bezugsgröße: 100 g verzehrfertig zubereitetes Lebensmittel
Vergleich: jeweils innerhalb derselben Produktgruppe; Ergebnisse auf Basis der untersuchten Modellszenarien
Quelle und Stand: Öko-Institut e. V. (2026), „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“, im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti). Wissenschaftlicher Abschlussbericht vom 12. Februar 2026.