Produktgruppe Fertiggerichte

Hühnerfrikassee: tiefgekühlt im Vergleich zu gekühlt

Ergebnisse der Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025
Hühnerfrikassee mit Reis, Erbsen, Möhren und Champignons

Die Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ vergleicht ein tiefgekühltes mit einem gekühlten Hühnerfrikassee. Betrachtet werden die Umweltwirkungen über den gesamten Lebensweg – von der Bereitstellung der Rohwaren und der Herstellung über Transport und Lagerung bis zur Zubereitung im Haushalt und zur Entsorgung.

Wie unterscheiden sich tiefgekühltes und gekühltes Hühnerfrikassee?

Tiefgekühltes und gekühltes Hühnerfrikassee haben ein nahezu identisches Treibhauspotenzial. Für beide Produkte liegt es bei knapp 0,6 kg CO₂eq pro 100 Gramm verzehrfertigem Produkt.

Für beide Angebotsformen wurde jeweils eine typische Rezeptur definiert. Die Ergebnisse basieren auf den in der Studie untersuchten Modellszenarien.



Welche Faktoren beeinflussen die Umweltbilanz von Hühnerfrikassee?

Entscheidend für die Umweltwirkungen ist in diesem Vergleich nicht die Angebotsform, sondern vor allem die Zusammensetzung des Produkts. Insbesondere der Anteil an Geflügelfleisch in der Rezeptur hat einen großen Einfluss auf das Ergebnis.

Die Rohwarenbereitstellung beziehungsweise die Produktrezeptur verursacht rund 80 Prozent des gesamten Treibhauspotenzials. Damit ist sie der mit Abstand wichtigste Einflussfaktor.



Welche Rolle spielen Verarbeitung, Lagerung und Zubereitung?

Die nachgelagerten Lebenszyklusphasen – darunter Verarbeitung, Transport, Lagerung und Zubereitung im Haushalt – tragen nur in vergleichsweise geringem Umfang zum Gesamtergebnis bei. In diesen Phasen unterscheiden sich das tiefgekühlte und das gekühlte Hühnerfrikassee kaum.

Die Ergebnisse zeigen damit, dass die Auswahl und Zusammensetzung der Rohwaren die Umweltbilanz stärker beeinflussen als die Frage, ob das Hühnerfrikassee tiefgekühlt oder gekühlt angeboten wird.

Wie schneidet Hühnerfrikassee bei weiteren Umweltwirkungen ab?

Auch über die weiteren untersuchten Umweltwirkungskategorien hinweg zeigen sich keine wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Angebotsformen. Eine Ausnahme bildet das Süßwasser-Eutrophierungspotenzial. Hier schneidet das tiefgekühlte Produkt geringfügig schlechter ab als die gekühlte Variante. Diese Abweichung bleibt im Verhältnis zum Gesamtergebnis jedoch begrenzt.

Die Ergebnisse beziehen sich auf die in der Studie untersuchten Modellszenarien. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf jedes einzelne Produkt, jede Rezeptur oder jedes individuelle Nutzungsverhalten übertragen.

Fragen und Antworten zum Hühnerfrikassee


  • Macht es fürs Klima einen Unterschied, ob Hühnerfrikassee tiefgekühlt oder gekühlt ist?

    Macht es fürs Klima einen Unterschied, ob Hühnerfrikassee tiefgekühlt oder gekühlt ist?

    In der Produktgruppe Fertiggerichte haben tiefgekühltes und gekühltes Hühnerfrikassee laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ ein nahezu identisches Treibhauspotenzial. Das Treibhauspotenzial liegt laut „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ für beide Produkte jeweils bei knapp 0,6 kg CO₂eq pro 100 Gramm verzehrfertigem Produkt.

    Für beide Produkte wurde jeweils eine typische Rezeptur definiert; die Ergebnisse basieren auf den untersuchten Modellszenarien.
  • Woher kommt das meiste CO₂ bei Hühnerfrikassee?

    Woher kommt das meiste CO₂ bei Hühnerfrikassee?

    Entscheidend ist beim Hühnerfrikassee laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ vor allem die Zusammensetzung des Produkts, insbesondere der Anteil an Geflügelfleisch in der Rezeptur. Die Rohwarenbereitstellung bzw. die Produktrezeptur verursacht dabei laut „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ rund 80 Prozent des gesamten Treibhauspotenzials.

    Die nachgelagerten Lebenszyklusphasen, einschließlich Verarbeitung, Transport, Lagerung sowie Zubereitung im Haushalt, tragen nur in vergleichsweise geringem Umfang zum Gesamtergebnis bei. Zwischen Tiefkühl- und Kühlprodukt unterscheiden sich diese Phasen kaum.

Daten und Methodik

Durchführung: Öko-Institut e. V. im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti)

Methode: Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044; Prüfung durch ein externes wissenschaftliches Gutachtergremium im Rahmen eines Critical Reviews

Systemgrenze: gesamter Lebensweg von der landwirtschaftlichen Produktion und Bereitstellung der Rohwaren bis zur Entsorgung

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Datenbasis: Primärdaten beteiligter Unternehmen sowie Daten aus wissenschaftlichen Datenbanken, Fachliteratur, weiteren Analysen und Annahmen

Bezugsgröße: 100 g verzehrfertig zubereitetes Lebensmittel

Vergleich: jeweils innerhalb derselben Produktgruppe; Ergebnisse auf Basis der untersuchten Modellszenarien

Quelle und Stand: Öko-Institut e. V. (2026), „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“, im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti). Wissenschaftlicher Abschlussbericht vom 12. Februar 2026.

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