Produktgruppe Pizza

Salami-Pizza: tiefgekühlt im Vergleich zu selbstzubereitet

Ergebnisse der Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025

Die Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ vergleicht eine tiefgekühlte Salami-Pizza mit einer im Haushalt selbstzubereiteten Pizza. Betrachtet werden die Umweltwirkungen über den gesamten Lebensweg – von der Bereitstellung der Rohwaren und der Herstellung über Transport und Lagerung bis zur Zubereitung im Haushalt und zur Entsorgung.

Wie unterscheiden sich tiefgekühlte und selbst zubereitete Salami-Pizza?

Die tiefgekühlte Salami-Pizza verursacht etwa 0,41 kg CO₂eq pro 100 Gramm verzehrfertigem Produkt. Die selbstzubereitete Pizza liegt bei 0,35 kg CO₂eq. Damit ist das Treibhauspotenzial der tiefgekühlten Salami-Pizza im untersuchten Modellszenario rund 15 Prozent höher.

Die Analyse basiert auf einer modellhaften, typischen Produktvariante und nicht auf einem einzelnen im Handel erhältlichen Produkt.



Welche Faktoren beeinflussen die Umweltbilanz der Salami-Pizza?

Einen besonders großen Einfluss haben die eingesetzten Rohwaren. Salami und Käse machen nur etwa ein Viertel der Produktmasse aus, tragen aber rund zwei Drittel zum Treibhauspotenzial bei. Die pflanzlichen Bestandteile der Pizza verursachen trotz ihres größeren Mengenanteils deutlich geringere spezifische Emissionsbeiträge.

Damit beeinflusst die Rezeptur das Treibhauspotenzial wesentlich stärker als die Angebotsform. Entscheidend ist vor allem, welche Zutaten in welchen Mengen verwendet werden.



Welche Rolle spielt die Zubereitung im Haushalt?

Die Konsumphase im Haushalt, insbesondere die Zubereitung im Backofen, verursacht den zweitgrößten Beitrag zum Treibhauspotenzial der Salami-Pizza. Bei der selbstzubereiteten Pizza haben die Zubereitung und das anschließende Geschirrspülen einen höheren Anteil. Dieser gleicht den zusätzlichen Energieaufwand für die Tiefkühllagerung der TK-Pizza in etwa aus.

Für die Konsumphase trifft die Studie Annahmen zu gängigen Zubereitungsarten und zum durchschnittlichen Energieverbrauch von Haushaltsgeräten. Die Ergebnisse sind deshalb als modellhafte Annäherung an typische Nutzungsmuster zu verstehen.

Wie schneidet die Salami-Pizza bei weiteren Umweltwirkungen ab?

In den meisten untersuchten Umweltwirkungskategorien sind die Unterschiede zwischen den beiden Angebotsformen gering. Beim Süßwasser-Eutrophierungspotenzial weist die TK-Pizza höhere Werte auf. Die selbstzubereitete Pizza zeigt dagegen leicht höhere Landnutzungswirkungen. Eine Ursache hierfür sind die im Modellszenario angenommenen höheren Lebensmittelverluste im Haushalt.

Insgesamt bestätigt die Analyse, dass die Rohwaren und die Zusammensetzung der Pizza die Umweltwirkungen stärker prägen als die Frage, ob die Pizza tiefgekühlt angeboten oder im Haushalt selbstzubereitet wird.

Die Ergebnisse beziehen sich auf die in der Studie untersuchten Modellszenarien. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf jedes einzelne Produkt, jede Rezeptur oder jedes individuelle Nutzungsverhalten übertragen.

Fragen und Antworten zur Salami-Pizza


  • Wie viel CO₂ verursacht eine TK-Salami-Pizza im Vergleich zu einer selbst gebackenen?

    Wie viel CO₂ verursacht eine TK-Salami-Pizza im Vergleich zu einer selbst gebackenen?

    Laut „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ hat die tiefgekühlte Salami-Pizza mit etwa 0,41 kg CO₂eq pro 100 g verzehrfertigem Produkt ein höheres Treibhauspotenzial als die selbstzubereitete Pizza mit 0,35 kg CO₂eq. Bei der Salami-Pizza hat die Rezeptur laut Studie einen wesentlich stärkeren Einfluss auf die Klimawirkung als die Angebotsform.

    Die Analyse der Salami-Pizza basiert auf einer modellhaften, typischen Produktvariante und nicht auf einem einzelnen im Handel erhältlichen Produkt.
  • Welche Rolle spielen Salami und Käse für die CO₂-Bilanz einer Pizza?

    Welche Rolle spielen Salami und Käse für die CO₂-Bilanz einer Pizza?

    Bei der untersuchten Salami-Pizza sind laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ die eingesetzten Rohwaren, insbesondere Salami und Käse, ein zentraler Einflussfaktor für das Treibhauspotenzial. Pflanzliche Bestandteile weisen laut Studie dagegen deutlich geringere spezifische Emissionsbeiträge auf.
  • Wie wichtig ist das Backen im Ofen für die CO₂-Bilanz einer Salami-Pizza?

    Wie wichtig ist das Backen im Ofen für die CO₂-Bilanz einer Salami-Pizza?

    Die Konsumphase im Haushalt, insbesondere die Zubereitung im Backofen, ist laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ für den zweitgrößten Beitrag zum Treibhauspotenzial der Salami-Pizza verantwortlich. Bei der selbstzubereiteten Pizza verursachen Zubereitung und Geschirrspülen einen höheren Beitrag, der in etwa den Energiemehraufwand der Tiefkühllagerung ausgleicht.

    Für die Konsumphase trifft die Studie Annahmen, etwa zu gängigen Zubereitungsarten und zum durchschnittlichen Energieverbrauch von Haushaltsgeräten. Die Ergebnisse in diesem Bereich gelten als modellhafte Annäherung an typische Nutzungsmuster.

Daten und Methodik

Durchführung: Öko-Institut e. V. im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti)

Methode: Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044; Prüfung durch ein externes wissenschaftliches Gutachtergremium im Rahmen eines Critical Reviews

Systemgrenze: gesamter Lebensweg von der landwirtschaftlichen Produktion und Bereitstellung der Rohwaren bis zur Entsorgung

Datenbasis: Primärdaten beteiligter Unternehmen sowie Daten aus wissenschaftlichen Datenbanken, Fachliteratur, weiteren Analysen und Annahmen

Bezugsgröße: 100 g verzehrfertig zubereitetes Lebensmittel

Vergleich: jeweils innerhalb derselben Produktgruppe; Ergebnisse auf Basis der untersuchten Modellszenarien

Quelle und Stand: Öko-Institut e. V. (2026), „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“, im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti). Wissenschaftlicher Abschlussbericht vom 12. Februar 2026.

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