Produktgruppe Fleisch und Fleischalternativen

Burger-Patty: drei Varianten im Vergleich

Ergebnisse der Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025
Gegrilltes Burger-Patty auf einem Teller

Die Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ vergleicht ein tiefgekühltes Burger-Patty aus Rindfleisch mit einem gekühlten Rindfleisch-Patty. Zusätzlich wurde ein pflanzliches TK-Burger-Patty untersucht. Betrachtet werden die Umweltwirkungen über den gesamten Lebensweg – von der landwirtschaftlichen Produktion und der Bereitstellung der Rohwaren über Herstellung, Transport und Lagerung bis zur Zubereitung im Haushalt und zur Entsorgung.

Wie unterscheiden sich tiefgekühltes und gekühltes Rindfleisch-Burger-Patty?

Das tiefgekühlte Rindfleisch-Burger-Patty verursacht etwa 3,8 kg CO₂eq pro 100 Gramm verzehrfertigem Produkt. Die gekühlte Variante liegt bei rund 4,0 kg CO₂eq. Die Unterschiede zwischen den beiden Angebotsformen sind damit insgesamt gering.

Die Werte umfassen den gesamten Lebenszyklus der Produkte und basieren auf den in der Studie untersuchten Modellszenarien.



Welche Faktoren beeinflussen die Umweltbilanz der Rindfleisch-Patties?

Bei beiden Angebotsformen entsteht der größte Anteil des Treibhauspotenzials in der landwirtschaftlichen Rohwarenbereitstellung. Die Rinderhaltung und die damit verbundenen landwirtschaftlichen Prozesse prägen das Ergebnis wesentlich stärker als die Frage, ob das Patty tiefgekühlt oder gekühlt angeboten wird.

Verarbeitung, Transport und Lagerung haben im Vergleich zur Rohwarenbereitstellung einen deutlich geringeren Einfluss auf das Treibhauspotenzial.



Welche Rolle spielen Lebensmittelverluste?

Der leichte Vorteil des tiefgekühlten Rindfleisch-Pattys ist vor allem auf die Annahme geringerer Lebensmittelverluste entlang der Lieferkette und im Haushalt zurückzuführen. Tiefkühlprodukte können aufgrund ihrer langen Haltbarkeit und der Möglichkeit zur bedarfsgerechten Portionierung seltener entsorgt werden.

Wenn weniger Lebensmittel verloren gehen, muss für die gleiche Menge verzehrten Endprodukts weniger Rohware produziert werden. Dies kann sich auf die Umweltbilanz auswirken. Der zugrunde liegende Effekt wird als plausibel eingeschätzt, war im Rahmen der Studie jedoch nicht Gegenstand eigener Erhebungen. Die Modellierung orientiert sich an wissenschaftlicher Literatur zu Lebensmittelverlusten und zum Einfluss der Haltbarmachung auf Lebensmittelabfälle.

Wie schneidet das pflanzliche TK-Burger-Patty ab?

Das pflanzliche TK-Burger-Patty auf Weizenproteinbasis verursacht etwa 0,43 kg CO₂eq pro 100 Gramm verzehrfertigem Produkt. Das TK-Burger-Patty aus Rindfleisch liegt bei etwa 3,8 kg CO₂eq. Das pflanzliche Patty weist damit nur knapp ein Zehntel des Treibhauspotenzials des Rindfleisch-Pattys auf.

Die Ursache für den deutlichen Unterschied ist insbesondere die geringere Emissionsintensität pflanzlicher Rohwaren im Vergleich zu tierischen Rohwaren.



Wie schneiden die Burger-Patties bei weiteren Umweltwirkungen ab?

Auch in fast allen weiteren untersuchten Umweltwirkungskategorien weisen die Rindfleisch-Burger-Patties deutlich höhere Umweltwirkungen auf als das pflanzliche Burger-Patty. Teilweise liegen die Unterschiede in einer Größenordnung von etwa Faktor zehn.

Beim Süßwasser-Eutrophierungspotenzial und bei der Wasserknappheit bestehen dagegen keine eindeutigen Vorteile für das pflanzliche Patty. Diese Ergebnisse müssen aufgrund der zugrunde liegenden Datenunsicherheiten vorsichtig interpretiert werden.

Die Ergebnisse beziehen sich auf die in der Studie untersuchten Modellszenarien. Sie lassen sich nicht ohne Weiteres auf jedes einzelne Produkt, jede Rezeptur oder jedes individuelle Nutzungsverhalten übertragen.

Fragen und Antworten zum Burger-Patty


  • Wie viel CO₂ verursacht ein tiefgekühltes Rindfleisch-Patty im Vergleich zu einem gekühlten?

    Wie viel CO₂ verursacht ein tiefgekühltes Rindfleisch-Patty im Vergleich zu einem gekühlten?

    Beim Treibhauspotenzial sind die Unterschiede zwischen tiefgekühltem und gekühltem Rindfleisch-Burger-Patty laut der Studie „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ insgesamt gering. Pro 100 g verzehrfertigem Produkt liegt das TK-Burger-Patty aus Rindfleisch laut „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ bei etwa 3,8 kg CO₂eq, die gekühlte Variante bei rund 4,0 kg CO₂eq.

    Bei beiden Angebotsformen entsteht laut Studie der größte Einfluss in der landwirtschaftlichen Rohwarenbereitstellung. Die Rinderhaltung und die damit verbundenen landwirtschaftlichen Prozesse bestimmen maßgeblich das Treibhauspotenzial. Beide Werte beruhen auf den untersuchten Modellszenarien.
  • Was haben Lebensmittelverluste mit der CO₂-Bilanz tiefgekühlter Rindfleisch-Patties zu tun?

    Was haben Lebensmittelverluste mit der CO₂-Bilanz tiefgekühlter Rindfleisch-Patties zu tun?

    Beim Rindfleisch-Burger-Patty ist der Vorteil der tiefgekühlten Variante beim Treibhauspotenzial laut „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ vor allem auf geringere Lebensmittelverluste entlang der Lieferkette und im Haushalt zurückzuführen. Der Effekt wird als plausibel eingeschätzt, war jedoch im Rahmen der Studie nicht Gegenstand eigener Erhebungen.

    Die Unterschiede zwischen beiden Angebotsformen beim Treibhauspotenzial sind laut Studie insgesamt gering. Bei geringeren Lebensmittelverlusten muss für die gleiche Menge verzehrten Endprodukts weniger Rohware produziert werden. Das kann sich positiv auf die Umweltbilanz der tiefgekühlten Variante auswirken. Die Studie orientiert sich dabei an wissenschaftlicher Literatur zu Lebensmittelverlusten und zum Einfluss der Haltbarmachung auf Lebensmittelabfälle.
  • Wie viel CO₂ verursacht ein pflanzliches Burger-Patty im Vergleich zu Rindfleisch?

    Wie viel CO₂ verursacht ein pflanzliches Burger-Patty im Vergleich zu Rindfleisch?

    Das pflanzliche TK-Burger-Patty verursacht laut „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“ 0,43 kg CO₂eq pro 100 g verzehrfertigem Produkt, das TK-Burger-Patty aus Rindfleisch etwa 3,8 kg CO₂eq. Ursache für den Unterschied ist laut Studie insbesondere die geringere Emissionsintensität pflanzlicher Rohwaren im Vergleich zu tierischen.

    In der Regel weisen die untersuchten Produkte mit überwiegend pflanzlichen Bestandteilen geringere Umweltwirkungen auf als die verglichenen Produkte mit tierischen Bestandteilen.

Daten und Methodik

Durchführung: Öko-Institut e. V. im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti)

Methode: Ökobilanz nach DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044; Prüfung durch ein externes wissenschaftliches Gutachtergremium im Rahmen eines Critical Reviews

Systemgrenze: gesamter Lebensweg von der landwirtschaftlichen Produktion und Bereitstellung der Rohwaren bis zur Entsorgung

Datenbasis: Primärdaten beteiligter Unternehmen sowie Daten aus wissenschaftlichen Datenbanken, Fachliteratur, weiteren Analysen und Annahmen

Bezugsgröße: 100 g verzehrfertig zubereitetes Lebensmittel

Vergleich: jeweils innerhalb derselben Produktgruppe; Ergebnisse auf Basis der untersuchten Modellszenarien

Quelle und Stand: Öko-Institut e. V. (2026), „Umweltbilanz Tiefkühlkost 2025“, im Auftrag des Deutschen Tiefkühlinstituts e. V. (dti). Wissenschaftlicher Abschlussbericht vom 12. Februar 2026.

zurück zur Übersicht