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GeschichteBereits Alexander der Große lässt während des Persischen Krieges Gruben mit Eis füllen, um darin Wein und andere Nahrungsmittel zu kühlen. Kaiser Nero nutzt Schnee und Eis von den Bergen des Apenins, mit denen er Früchte für Festgelage frisch hält. Die Entwicklung der Kältetechnik beginnt jedoch viel später. Um 1550 soll der spanische Arzt Blasius Villafranka die Abkühlung von Wasser durch die Beigabe von Salpeter in Rom gelehrt haben. Diese Methode entdeckte bereits 1525 Professor Zimara in Padua. Bis 1740 werden 15 verschiedene Gemische gefunden, mit denen Temperaturen bis zu minus 32 Grad Celsius erreichbar sind. 1844 schließlich stellt John Garry seine Kühlmaschine zur Herstellung von Eis vor, für die er 1851 ein US-Patent erhält. Die Nutzung beschränkt sich jedoch in erster Linie auf Air Conditioner für Hospitäler. Die erste Absorber-Kältemaschine baut Ferdinant Carré 1860. Von ihr werden 400 Stück hergestellt und dienen dem Transport von Fleisch in Handelsschiffen aus Australien und Südamerika in die neuen Industriegebiete Englands und der USA. Carl von Linde läutet im Jahr 1874 den Beginn der Kälteindustrie ein: Er erfindet eine Kältemaschine mit Ammoniakverflüssigung durch Kompression. Bis 1911 wird damit hauptsächlich Kunsteis hergestellt. Erst danach startet die Entwicklung der industriellen Haltbarmachung von Lebensmittel durch Tiefgefrieren. Eine Beobachtung durch den Biologen Clarence Birdseye (1886-1956) leistet dazu einen entscheidenden Beitrag. Auf einer Forschungsreise nach Labrador sieht er, wie Eingeborene bei minus 45 Grad Celsius Fische fangen, die sofort gefrieren, wenn sie aus dem Wasser kommen. Später zubereitet, schmecken sie wie frisch aus dem Wasser. Die praktische Umsetzung dieser Entdeckung gelingt durch den dänischen Fischimporteur A.J.A. Ottensen. Er findet heraus, dass in einer Sole mit einem Salzgehalt von 28,9 Prozent Salz und den neuen Kältemaschinen Temperaturen von minus 21 Grad Celsius möglich sind. Damit kann er ganze Fische innerhalb von ein bis drei Stunden bis in den Kern auf minus 20 Grad Celsius einfrieren. Für seine Entdeckung erhält Ottensen 1911 ein Patent. Es stellt die Basis der industriellen Herstellung der heutigen Tiefkühlkost dar.Am 6. März 1930 startet in Amerika die erste Vermarktung: In zehn Lebensmittelgeschäften in Springfield, Massachusetts, wird von der Firma Birdseye zum ersten Mal Tiefkühlkost unter der Marke „Birds Eye“ verkauft. Zum Sortiment gehören neben Gemüseprodukten wie Spinat vor allem Obst und Fisch in filetierter Form. Es folgen Fruchtsäfte und die ersten Teilfertiggerichte. Den Durchbruch in Deutschland schafft Tiefkühlkost 1955 als sie auf der Anuga ausgestellt wird. 1957 findet sie sich dann erstmals in Deutschlands Truhen, zunächst nur durch Fischstäbchen und Spinat vertreten. Die erste tiefgefrorene Fertigmahlzeit, das so genannte TV-Dinner, wird in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts von Gerry Thomas in den USA entwickelt. Siehe auch |
Frische-Kampagne
Klimabilanz-Projekt
Film: Ein cooler Erfolg
Kochen mit TK
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