Tiefkühllexikon

Qualitätserhalt




Beschreibung:
Wenn zu Hause Qualitätsmängel an Tiefkühlkost festgestellt werden, liegt das nicht selten an der falschen Behandlung der Ware im privaten Haushalt. Die Beachtung sechs einfacher Regeln hilft dabei, alle Vorzüge von Tiefkühlkost auch im Privathaushalt optimal zu erhalten:

1. Superschaltung
Sollen mehr als 50 Prozent vom Gefriervermögen eines Tiefkühlgerätes innerhalb von 24 Stunden eingelagert werden, empfiehlt sich acht Stunden zuvor „Super“ einzustellen. Den Kontakt zwischen frisch hinzukommende Produkten und dem bereits gefrorenen Lebensmitteln möglichst vermeiden, bis auch die neuen Produkte minus 18 Grad Celsius erreicht haben. Das dauert in der Regel bis zu 24 Stunden.

2. Verpackung
Tiefkühlkost darf nur verpackt in den Handel gelangen. Auch zu Hause sollten zum Einfrieren von Lebensmitteln gefriergeeignete Materialien verwendet werden. Dadurch sind sie vor Austrocknung, Verschmutzung, Geruchs- und Geschmacksübertragung geschützt. Die Verpackung sollte nach dem Motto gewählt werde: So klein wie möglich, aber so groß wie nötig, damit möglichst wenig Luft mit eingefroren wird.

3. Gefriervermögen
Das Typschild oder auch die Gebrauchsanweisung eines Gerätes gibt Auskunft über dessen Gefriervermögen. Es besagt, wie viel Kilogramm Lebensmittel in 24 Stunden eingefroren werden können. Das Gefriervermögen nimmt ab, wenn an mehreren aufeinander folgenden Tagen größere Mengen eingefroren werden. Neu hinzukommende Lebensmittel sollten außerdem an kältemittelführenden Boden- und Seitenwände gelegt werden.

4. Lagerzeit
Industriell hergestellte Tiefkühlkost aus dem Handel ist auf der Verpackung grundsätzlich mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Selbst eingefrorene Lebensmittel sollten selber gut sichtbar mit den Hinweisen gekennzeichnet werden, um welches Produkt es sich handelt und an welchem Datum es eingefroren wurde.

5. Pflege
Zur Qualitätserhaltung der eingelagerten Tiefkühlkost zählt auch die Pflege des Gefriergerätes. Eine dicke Eisschicht im Gerät bildet eine Isolationsschicht zwischen kältemittelführenden Wänden und dem Gefriergut. Die Folge: Es wird mehr Energie zur Aufrechterhaltung der tiefen Temperaturen benötigt und/oder die tiefen Temperaturen werden nicht mehr erreicht. Deshalb sollte das Gefriergerät, sofern der Abtauvorgang nicht automatisch erfolgt, ein- bis zweimal pro Jahr von seiner Eisschicht befreit werden.

6. Betriebsstörung
Eine kurze Betriebsunterbrechung übersteht Tiefkühlkost im Allgemeinen ohne nennenswerten Schaden. Ist eine Stromabschaltung angekündigt, sollte einige Stunden zuvor mit der Einschaltung von „Super“ eine Kältereserve geschaffen werden. Bei überraschender Gerätestörung oder Stromausfall das Gerät geschlossen halten, so kann die Kälte erst mal nicht entweichen. Bei einem defekten Gerät sollte der Kundendienst benachrichtigt werden, um Abhilfe zu schaffen.